Zahnfleischbluten – Ursachen verstehen und wie du es durch Pflege stoppst

Geprüfte Qualität

Unsere Inhalte werden regelmäßig von Fachpersonal validiert.

Zahnfleischbluten kann beunruhigend sein, aber meistens ist es ein Zeichen dafür, dass dein Zahnfleisch entzündet ist. Die gute Nachricht ist: In den meisten Fällen kannst du es selbst in den Griff bekommen, indem du deine Mundhygiene verbesserst. Lass uns mal schauen, was dahintersteckt und wie du dein Zahnfleisch wieder fit bekommst.

Warum blutet dein Zahnfleisch? Die häufigsten Ursachen

Es gibt verschiedene Gründe, warum dein Zahnfleisch bluten kann, aber der Hauptverdächtige ist fast immer eine unzureichende Mundhygiene. Wenn du das verstehst, ist der erste Schritt zur Besserung schon getan.

Gingivitis – der Hauptgrund

Die häufigste Ursache für Zahnfleischbluten ist eine Zahnfleischentzündung, die sogenannte Gingivitis. Stell dir vor, du hast winzige Essensreste und Bakterien in deinem Mund, die sich an deinen Zähnen und am Zahnfleischrand ablagern. Diese Mischung nennt man Plaque. Wenn du sie nicht regelmäßig entfernst, verhärtet sie sich zu Zahnstein.

Die Bakterien in der Plaque reizen dein Zahnfleisch. Es wird rot, schwillt an und wird empfindlicher. Beim Zähneputzen oder beim Gebrauch von Zahnseide kann es dann leicht bluten. Das ist ein Warnsignal deines Körpers: „Hey, hier stimmt was nicht, kümmere dich besser darum!“

Die gute Nachricht ist, dass Gingivitis vollständig reversibel ist. Wenn du deine Putzgewohnheiten änderst, kann sich dein Zahnfleisch innerhalb weniger Tage bis Wochen erholen.

Aggressives Zähneputzen oder falsche Technik

Manchmal liegt es nicht an den Bakterien, sondern daran, wie du deine Zähne putzt. Wenn du zu fest schrubbst oder eine zu harte Zahnbürste benutzt, kannst du dein Zahnfleisch mechanisch verletzen. Das führt dann auch zu Blutungen. Es ist wie eine kleine Schürfwunde.

Es geht nicht darum, wie viel Druck du ausübst, sondern darum, wie gründlich du reinigst. Eine sanfte, aber effektive Technik ist hier der Schlüssel.

Medikamente, die das Blut verdünnen

Bestimmte Medikamente können auch dazu führen, dass dein Zahnfleisch leichter blutet. Dazu gehören zum Beispiel Blutverdünner wie Aspirin, Marcumar oder bestimmte Antikoagulantien. Sie verändern die Gerinnungsfähigkeit deines Blutes. Wenn du solche Medikamente nimmst und Zahnfleischbluten bemerkst, ist das meist keine direkte Entzündung, sondern eine Nebenwirkung der Medikation.

Wenn das auf dich zutrifft, sprich am besten mit deinem Zahnarzt und deinem Arzt. Es ist wichtig, dass beide über deine Situation Bescheid wissen. Eventuell gibt es Anpassungsmöglichkeiten oder spezielle Pflegetipps für dich.

Hormonelle Veränderungen

Frauen erleben manchmal hormonelle Schwankungen, die sich auch auf das Zahnfleisch auswirken können. Besonders während der Schwangerschaft, der Pubertät oder den Wechseljahren kann das Zahnfleisch empfindlicher werden und leichter bluten.

Die erhöhten Hormonspiegel können die Durchblutung des Zahnfleisches verstärken und seine Reaktion auf Plaque überempfindlich machen. Auch hier gilt: Eine besonders gründliche Mundhygiene ist entscheidend, um Entzündungen vorzubeugen und die Symptome zu lindern.

Vitaminmangel und andere Erkrankungen

In seltenen Fällen kann Zahnfleischbluten auch auf einen Vitaminmangel hinweisen, insbesondere Vitamin C oder Vitamin K. Diese Vitamine spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Zahnfleisches und die Blutgerinnung. Allerdings ist ein starker Mangel in Industrieländern eher selten.

Auch bestimmte systemische Erkrankungen wie Diabetes, Leukämie oder Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen, können Zahnfleischbluten begünstigen oder verstärken. Wenn du schon alles versucht hast, deine Mundhygiene zu verbessern und das Bluten nicht aufhört, solltest du das unbedingt mit deinem Zahnarzt besprechen, damit er andere Ursachen ausschließen kann.

Schlecht sitzender Zahnersatz oder Füllungen

Wenn dein Zahnersatz, zum Beispiel Kronen oder Brücken, nicht perfekt sitzt oder wenn deine Füllungen überstehen, können sie einen Spalt bilden, in dem sich Bakterien ansammeln. Oder sie reizen das Zahnfleisch direkt durch ständiges Scheuern. Das kann zu Entzündungen und damit zu Blutungen führen.

In solchen Fällen ist es wichtig, dass der Zahnarzt den Sitz des Zahnersatzes überprüft und gegebenenfalls korrigiert.

So stoppst du Zahnfleischbluten: Die richtige Pflege

Jetzt, wo du die Ursachen kennst, kommen wir zum wichtigsten Teil: Wie bekommst du das Zahnfleischbluten in den Griff? Die gute Nachricht ist, dass du mit den richtigen Pflegemaßnahmen schon viel erreichen kannst.

Die richtige Zahnbürste und Putztechnik

Das A und O ist eine gute Zahnbürste und die richtige Technik. Vergiss harte Bürsten, die dein Zahnfleisch nur verletzen.

Wähle die richtige Zahnbürste

Greif zu einer Zahnbürste mit weichen bis mittelharten Borsten. Weiche Borsten sind oft effektiver, weil sie flexibler sind und besser unter den Zahnfleischrand gelangen, ohne das Zahnfleisch zu irritieren. Du kannst sowohl eine Handzahnbürste als auch eine elektrische Zahnbürste verwenden. Bei elektrischen Zahnbürsten sind Schallzahnbürsten oder oszillierend-rotierende Modelle oft eine gute Wahl, da sie Plaque sehr effektiv entfernen können, ohne dass du viel Druck ausüben musst. Achte darauf, den Bürstenkopf regelmäßig, etwa alle drei Monate oder früher, wenn die Borsten ausgefranst sind, zu wechseln.

Deine Putztechnik – sanft und gründlich

Es geht nicht um Kraft, sondern um Präzision. Halte die Zahnbürste in einem Winkel von etwa 45 Grad zum Zahnfleischrand. Die Borsten sollten sowohl die Zahnoberfläche als auch einen kleinen Teil des Zahnfleisches berühren.

Bei einer Handzahnbürste machst du kleine, rüttelnde Bewegungen und putzt Zahn für Zahn, nicht über die ganze Zahnreihe schrubben. Bei einer elektrischen Zahnbürste führst du den Bürstenkopf langsam von Zahn zu Zahn und lässt die Bürste die Arbeit machen, ohne Druck auszuüben. Achte darauf, alle Flächen zu erreichen: die Außenseiten, die Innenseiten und die Kauflächen. Nimm dir mindestens zwei Minuten Zeit, zweimal am Tag.

Zahnseide und Interdentalbürsten – die Geheimwaffe

Viele Menschen putzen zwar regelmäßig, vergessen aber die Zwischenräume. Dort sammeln sich aber die meisten Bakterien an und führen zu Entzündungen.

Die Bedeutung der Zahnzwischenraumpflege

Die Zahnbürste erreicht nur etwa 60% der Zahnoberflächen. Die restlichen 40% sind die Zahnzwischenräume. Genau dort beginnt oft das Zahnfleischbluten, weil sich Plaque ungestört ansammeln kann. Wenn du diese Bereiche nicht reinigst, ist es, als würdest du nur die Hälfte deines Körpers waschen.

Zahnseide richtig anwenden

Nimm etwa 40-50 cm Zahnseide und wickle die Enden um deine Mittelfinger. Halte ein kurzes Stück gespannt zwischen Daumen und Zeigefinger. Führe die Zahnseide vorsichtig zwischen die Zähne. Schiebe sie nicht einfach mit Kraft durch, sondern bewege sie sanft hin und her, bis sie den Zahnfleischrand erreicht.

Biege die Zahnseide dann U-förmig um einen Zahn und ziehe sie vorsichtig unter den Zahnfleischrand. Bewege sie dann mehrmals an der Zahnoberfläche nach oben und unten. Nimm für jeden Zahnzwischenraum ein frisches Stück Zahnseide. Mach das mindestens einmal täglich, am besten abends.

Interdentalbürsten für größere Zwischenräume

Wenn deine Zahnzwischenräume größer sind, sind Interdentalbürsten oft noch effektiver als Zahnseide. Dein Zahnarzt oder die Dentalhygienikerin kann dir die richtige Größe empfehlen. Es gibt sie in verschiedenen Größen, und es ist wichtig, die passende für jeden Zwischenraum zu finden – sie sollte gut passen, aber nicht klemmen.

Führe die Interdentalbürste einmal pro Tag vorsichtig in jeden Zwischenraum ein und bewege sie ein paar Mal hin und her. Das entfernt Plaque und Essensreste sehr effektiv. Sei anfangs sanft, dein Zahnfleisch kann auch hier anfangs etwas bluten, aber das sollte sich mit der Zeit legen.

Mundspülungen – Unterstützung, aber kein Ersatz

Mundspülungen können eine gute Ergänzung zu deiner Mundhygiene sein, aber sie ersetzen niemals das Putzen und die Reinigung der Zahnzwischenräume.

Wann sind Mundspülungen sinnvoll?

Mundspülungen können helfen, Bakterien zu reduzieren und Entzündungen zu lindern. Besonders wenn dein Zahnfleisch gerade sehr empfindlich ist oder du Schwierigkeiten hast, gründlich zu putzen (z.B. nach einer OP), können sie eine sinnvolle Unterstützung sein.

Dein Zahnarzt kann dir eine antiseptische Mundspülung mit Chlorhexidin für eine kurze Anwendungsdauer empfehlen, wenn die Entzündung besonders stark ist. Diese Spülungen solltest du aber nicht dauerhaft verwenden, da sie die Zähne verfärben und den Geschmackssinn beeinträchtigen können. Für den täglichen Gebrauch eignen sich mildere Mundspülungen ohne Alkohol.

Worauf achten bei der Auswahl?

Wähle eine Mundspülung, die Fluorid enthält, um deine Zähne zusätzlich vor Karies zu schützen. Achte darauf, dass sie keinen Alkohol enthält, da Alkohol das Zahnfleisch austrocknen und reizen kann. Viele Kräuterspülungen mit Kamille oder Salbei können auch beruhigend wirken. Lies die Anweisungen auf der Packung und spüle für die empfohlene Dauer.

Zahnpasta mit speziellen Wirkstoffen

Auch die Wahl deiner Zahnpasta kann einen Unterschied machen.

Inhaltsstoffe, die helfen

Viele Zahnpasten sind speziell für empfindliches oder blutendes Zahnfleisch formuliert. Achte auf Inhaltsstoffe wie Fluorid (immer wichtig für den Kariesschutz), aber auch auf Zusätze wie Zink, Stannous Fluoride (Zinnfluorid) oder bestimmte Kräuterextrakte wie Kamille, Salbei oder Myrrhe. Diese können entzündungshemmend und antibakteriell wirken.

Manche Zahnpasten enthalten auch Inhaltsstoffe, die die Zahnfleischregeneration unterstützen sollen. Lass dich hier von deinem Zahnarzt oder Apotheker beraten, welche Produkte für deine spezifische Situation am besten geeignet sind.

Regelmäßige Anwendung ist der Schlüssel

Egal, welche Zahnpasta du wählst: Wichtiger als die Marke ist die regelmäßige und korrekte Anwendung. Zweimal täglich gründlich putzen ist die Basis.

Lebensstil und Ernährung: Was du sonst noch tun kannst

Neben der direkten Mundhygiene gibt es auch Faktoren in deinem Lebensstil und deiner Ernährung, die die Gesundheit deines Zahnfleisches beeinflussen können.

Gesunde Ernährung für starkes Zahnfleisch

Was du isst, hat einen direkten Einfluss auf deine allgemeine Gesundheit – und damit auch auf dein Zahnfleisch.

Vitamine und Mineralien

Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Besonders Vitamin C ist wichtig für gesundes Bindegewebe, zu dem auch dein Zahnfleisch gehört. Zitrusfrüchte, Paprika und Brokkoli sind gute Quellen. Vitamin K spielt eine Rolle bei der Blutgerinnung und ist in grünem Blattgemüse wie Spinat und Grünkohl enthalten.

Auch Kalzium und Phosphor sind wichtig für starke Zähne und Knochen. Diese findest du in Milchprodukten, Nüssen und Samen.

Zucker und verarbeitete Lebensmittel reduzieren

Zucker ist die Leibspeise der Kariesbakterien und kann auch Entzündungen im Mund fördern. Versuche, zuckerhaltige Getränke und Snacks zu reduzieren. Auch stark verarbeitete Lebensmittel sind oft reich an Zucker und schlechten Fetten, die Entzündungen im Körper generell fördern können.

Ausreichend Flüssigkeitszufuhr

Trink genug Wasser! Wasser spült Essensreste und Bakterien aus dem Mund und hilft, die Speichelproduktion anzukurbeln. Speichel ist ein natürlicher Schutz gegen Bakterien und Säuren.

Rauchen aufgeben – die beste Entscheidung

Wenn du rauchst, ist das die wohl wichtigste Veränderung, die du für deine Zahnfleischgesundheit vornehmen kannst.

Auswirkungen des Rauchens auf das Zahnfleisch

Rauchen ist ein Hauptrisikofaktor für Parodontitis, die fortgeschrittene Form der Zahnfleischentzündung. Es verengt die Blutgefäße, was die Blutzufuhr zum Zahnfleisch reduziert und die Heilung erschwert. Raucher haben oft weniger sichtbares Zahnfleischbluten, weil die Gefäße so stark verengt sind, was ein gefährliches Trugbild sein kann, da die Entzündung trotzdem vorhanden ist, aber nicht so offensichtlich sichtbar wird.

Zudem schwächt Rauchen das Immunsystem, was den Körper anfälliger für Infektionen macht und die Fähigkeit zur Bekämpfung von Bakterien im Mund verringert.

Dein Zahnarzt kann unterstützen

Sprich mit deinem Zahnarzt oder Arzt, wenn du Unterstützung beim Rauchstopp brauchst. Es gibt viele Hilfsangebote, und es lohnt sich definitiv für deine Mund- und Allgemeingesundheit.

Stressmanagement

Stress kann sich auf vielfältige Weise auf den Körper auswirken, und das Zahnfleisch ist da keine Ausnahme.

Stress und Immunsystem

Chronischer Stress kann das Immunsystem schwächen, wodurch der Körper anfälliger für Entzündungen wird. Das betrifft auch das Zahnfleisch. Wenn du gestresst bist, kann dein Körper schlechter gegen die Bakterien ankämpfen, die Zahnfleischentzündungen verursachen.

Zähneknirschen und Pressen

Manche Menschen reagieren auf Stress mit Zähneknirschen (Bruxismus) oder Zähnepressen, oft unbewusst nachts. Der übermäßige Druck auf Zähne und Kiefer kann das Zahnfleisch zusätzlich belasten und zu dessen Rückgang führen oder bestehende Entzündungen verschlimmern.

Techniken zur Stressbewältigung wie Yoga, Meditation, Sport oder einfach ausreichend Schlaf können auch deiner Zahnfleischgesundheit zugutekommen.

Wann du unbedingt zum Zahnarzt solltest

Obwohl du viel selbst tun kannst, gibt es Situationen, in denen der Besuch beim Zahnarzt unerlässlich ist.

Anhaltendes oder starkes Bluten

Wenn dein Zahnfleischbluten trotz verbesserter Mundhygiene über mehrere Tage oder Wochen anhält oder wenn es plötzlich sehr stark blutet, ist das ein klares Zeichen, dass du professionelle Hilfe brauchst. Das könnte auf eine fortgeschrittenere Entzündung (Parodontitis) oder eine andere Grunderkrankung hinweisen.

Schwellungen, Schmerzen oder Eiter

Ursache Beschreibung Wie du es durch Pflege behebst Empfohlene Häufigkeit
Ungenügende Mundhygiene Plaque und Bakterien sammeln sich an den Zähnen und am Zahnfleischrand an. Regelmäßiges Zähneputzen und Zahnseide verwenden, um Plaque zu entfernen. Mindestens zweimal täglich Zähneputzen, täglich Zahnseide benutzen
Zahnfleischentzündung (Gingivitis) Entzündetes, gerötetes und blutendes Zahnfleisch durch Bakterien. Sanftes Zähneputzen, antibakterielle Mundspülungen und professionelle Zahnreinigung. Professionelle Reinigung alle 6 Monate, tägliche Pflege
Falsche Putztechnik Zu starkes oder falsches Bürsten kann das Zahnfleisch verletzen. Weiche Zahnbürste verwenden und sanfte, kreisende Bewegungen ausführen. Bei jedem Zähneputzen beachten
Mangel an Vitaminen (z.B. Vitamin C) Vitaminmangel kann das Zahnfleisch schwächen und bluten lassen. Ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, ggf. Supplemente. Kontinuierlich auf ausgewogene Ernährung achten
Hormonelle Veränderungen Schwangerschaft oder Pubertät können das Zahnfleisch empfindlicher machen. Besondere Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt. Während hormoneller Phasen verstärkt pflegen

Zusätzlich zum Bluten solltest du auf weitere Symptome achten. Wenn dein Zahnfleisch stark geschwollen ist, du Schmerzen beim Kauen hast, sich Eiter bildet oder du einen anhaltend schlechten Geschmack oder Mundgeruch bemerkst, solltest du sofort einen Zahnarzt aufsuchen. Diese Symptome deuten oft auf eine weiter fortgeschrittene Entzündung hin, die professionell behandelt werden muss.

Locker werdende Zähne oder Zahnfleischrückgang

Wenn du bemerkst, dass deine Zähne locker werden oder sich dein Zahnfleisch sichtbar zurückzieht und die Zahnhälse freilegt, ist das ein ernstes Warnsignal. Das sind Anzeichen einer Parodontitis, die unbehandelt zum Zahnverlust führen kann. Hier ist schnelles Handeln gefragt.

Andere besorgniserregende Symptome

Falls du Fieber, Schüttelfrost oder andere allgemeine Krankheitssymptome zusammen mit dem Zahnfleischbluten hast, kann dies auf eine systemische Infektion hinweisen. Auch wenn du das Gefühl hast, dass das Bluten im Zusammenhang mit einer neuen Medikation steht oder du plötzlich ungewöhnliche blaue Flecken am Körper bemerkst, solltest du das ärztlich abklären lassen.

Die Rolle des Zahnarztes und der Dentalhygienikerin

Dein Zahnarzt und die Dentalhygienikerin sind deine wichtigsten Partner bei der Erhaltung der Zahnfleischgesundheit.

Professionelle Zahnreinigung (PZR)

Auch bei bester Pflege zu Hause bildet sich mit der Zeit Zahnstein, den du selbst nicht entfernen kannst. Bei einer professionellen Zahnreinigung (PZR) werden Zahnstein und hartnäckige Plaque-Ablagerungen gründlich entfernt. Das ist ein wichtiger Schritt, um Zahnfleischentzündungen zu heilen und vorzubeugen. In der Regel wird eine PZR ein- bis zweimal im Jahr empfohlen.

Diagnose und Behandlung von Parodontitis

Wenn du eine fortgeschrittene Zahnfleischentzündung (Parodontitis) hast, wird dein Zahnarzt eine spezielle Behandlung durchführen. Dazu gehört eine tiefgehende Reinigung unterhalb des Zahnfleischrandes (Scaling und Root Planing), um Bakterien und Zahnstein von den Wurzeloberflächen zu entfernen. Gegebenenfalls kommen auch Medikamente zum Einsatz oder in seltenen Fällen chirurgische Eingriffe, um das Zahnfleisch und den Kieferknochen wieder aufzubauen.

Individuelle Beratung und Aufklärung

Dein Zahnarzt oder die Dentalhygienikerin kann deine Mundhygiene bewerten, dir zeigen, wo du dich verbessern kannst, und dir die richtigen Techniken für deine individuellen Bedürfnisse beibringen. Sie können dir auch empfehlen, welche Zahnbürsten, Zahnseide oder Interdentalbürsten für dich am besten geeignet sind.

Prävention: So bleibt dein Zahnfleisch langfristig gesund

Vorbeugen ist immer besser als Heilen. Mit einigen einfachen Gewohnheiten kannst du dein Zahnfleisch langfristig gesund halten.

Regelmäßige und gründliche Mundhygiene

Das ist die absolute Basis. Zweimal täglich Zähneputzen für mindestens zwei Minuten mit einer weichen Zahnbürste und der richtigen Technik. Einmal täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten reinigen. Das ist nicht verhandelbar, wenn du Zahnfleischbluten vermeiden willst.

Denk daran: Konsistenz ist hier wichtiger als Intensität. Lieber regelmäßig und sanft als selten und aggressiv.

Regelmäßige Zahnarztbesuche und PZR

Mach die regelmäßigen Kontrolltermine bei deinem Zahnarzt zu einer festen Größe in deinem Kalender. Dein Zahnarzt kann Probleme erkennen, bevor sie ernst werden, und eine professionelle Zahnreinigung ist unerlässlich, um Zahnstein zu entfernen, den du zu Hause nicht erreichen kannst.

Je nach deinem individuellen Risiko und der Gesundheit deines Zahnfleisches wird dein Zahnarzt dir empfehlen, wie oft du zur Kontrolle und PZR kommen solltest – meistens ein- bis zweimal pro Jahr.

Eine zahnfreundliche Ernährung beibehalten

Setze auf eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Reduziere zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke. Das ist nicht nur gut für dein Zahnfleisch, sondern für deine gesamte Gesundheit.

Trink ausreichend Wasser über den Tag verteilt, um die Mundhöhle sauber zu halten und die Speichelproduktion zu unterstützen.

Schlechte Angewohnheiten vermeiden

Wenn du rauchst, ist der Rauchstopp die beste Präventivmaßnahme. Auch übermäßiger Alkoholkonsum kann die Mundgesundheit beeinträchtigen. Versuche, Stress zu reduzieren und achte auf ausreichend Schlaf. Vermeide auch Angewohnheiten wie auf Nägeln kauen oder Gegenstände mit den Zähnen öffnen, da diese dein Zahnfleisch und deine Zähne schädigen können.

Sei aufmerksam und handle frühzeitig

Hör auf deinen Körper. Wenn du leichte Blutungen bemerkst, ist das ein Warnsignal. Nimm es ernst und verbessere deine Mundhygiene sofort. Warte nicht, bis es schlimmer wird. Je früher du handelst, desto einfacher ist es, das Problem in den Griff zu bekommen und ernsthafteren Erkrankungen wie Parodontitis vorzubeugen.

Ein gesundes Zahnfleisch ist die Grundlage für gesunde Zähne und eine gute Mundgesundheit. Mit den richtigen Gewohnheiten und regelmäßiger professioneller Unterstützung kannst du Zahnfleischbluten effektiv vermeiden und für ein strahlendes Lächeln sorgen.

FAQs

Warum blutet mein Zahnfleisch?

Dein Zahnfleisch kann bluten, weil es entzündet ist. Dies kann durch unzureichende Mundhygiene, Zahnfleischverletzungen, falsche Putztechnik oder bestimmte Krankheiten verursacht werden.

Wie kann ich Zahnfleischbluten durch Pflege beheben?

Um Zahnfleischbluten zu beheben, solltest du regelmäßig und gründlich deine Zähne putzen, Zahnseide verwenden, eine antibakterielle Mundspülung benutzen und regelmäßig zur Zahnreinigung gehen.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei Zahnfleischbluten?

Deine Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Gesundheit deines Zahnfleisches. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen kann dazu beitragen, Zahnfleischprobleme zu vermeiden.

Was sind mögliche Ursachen für Zahnfleischbluten?

Mögliche Ursachen für Zahnfleischbluten sind Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), Parodontitis, falsche Putztechnik, hormonelle Veränderungen, Mangelernährung oder bestimmte Medikamente.

Wann sollte ich einen Zahnarzt aufsuchen, wenn mein Zahnfleisch blutet?

Wenn dein Zahnfleisch regelmäßig blutet, solltest du einen Zahnarzt aufsuchen. Er kann die Ursache feststellen und dir die richtige Behandlung empfehlen, um Zahnfleischprobleme zu beheben.

Die richtige Versicherung finden ?

Zusatzversicherung ab 5,90€ mtl.
100% Kostenübernahme.

Den richtigen Zahnarzt finden ?

Nutze unsere Zahnarztsuche und finde den besten Arzt in deiner Region.

Den richtigen Zahnarzt finden ?

Nutze unsere Zahnarztsuche und finde den besten Arzt in deiner Region.

Die richtige Versicherung finden ?

Zusatzversicherung ab 5,90€ mtl.
100% Kostenübernahme.

Teile diesen Beitrag

Die richtige Versicherung finden ?

Zusatzversicherung ab 5,90€ mtl.
100% Kostenübernahme.

Zahn24 Vertrag kündigen

Ich bestätige hiermit, dass ich eine Kündigungsanfrage für den über die Zahn24 GmbH vermittelten Versicherungsvertrag stellen möchte. Mir ist bewusst, dass es sich hierbei um eine unverbindliche Anfrage handelt und die Kündigung erst nach Prüfung und schriftlicher Bestätigung durch die zuständige Versicherungsgesellschaft wirksam wird. Ich bin unter der angegebenen E-Mail-Adresse für Rückfragen erreichbar und bevollmächtige die Zahn24 GmbH, meine Kündigungsanfrage in meinem Namen weiterzuleiten.

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.